„Wahlrecht ist ein hohes Gut“

„Wahlrecht ist ein hohes Gut“

13.09.2017 14:51
Im Berufskolleg: IPS-Stipendiat Rawad Zyadeh (2. v. rechts) mit der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Rode-Bosse (2. v. links) sowie deren Mitarbeitern Jürgen Dierkes und Mechthild Cramme, die den aus Syrien Geflüchteten vor Ort betreuten.

MdB Petra Rode-Bosse betreut syrischen Stipendiaten Rawad Zyadeh

Einen guten Einblick in die parlamentarische Arbeit im Deutschen Bundestag bekommt derzeit Rawad Zyadeh. Der aus Syrien stammende Jurist lebt seit 2014 in Deutschland und nimmt am Internationalen Parlaments-Stipendium (IPS) - Arabische Staaten teil. In diesem Rahmen absolviert er ein Praktikum bei der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Rode-Bosse in Berlin.

Zum Praktikum gehört auch eine Stippvisite im Wahlkreis. Bei dem kurzen Besuch begleitete er Petra Rode-Bosse bei mehreren Terminen in Höxter und Detmold. So nahm er an einer Podiumsdiskussion im Berufskolleg in Höxter, an einem Presse-Picknick mit den anderen Wahlkreisbewerbern und an einer Autorenlesung mit dem Martin-Schulz-Biografen Manfred Otzelberger in Detmold-Berlebeck teil. Außerdem besuchte er die Wahlkreisbüros in beiden Städten und lernte die dortigen Teams kennen. „Es war für mich eine kurze, aber gute Möglichkeit, die Wahlkreisarbeit einer Abgeordneten kennenzulernen.“ Spannend sei der Blick hinter die Kulissen des Lebens von Martin Schulz mit dessen Biografen gewesen, sagt Rawad Zyadeh, der derzeit „Migration und Diversität“ im Master in Kiel studiert und im International Center seiner Uni als wissenschaftliche Hilfskraft tätig ist.

Es habe ihn überrascht, dass Petra Rode-Bosse die einzige weibliche Bewerberin um ein Bundestagsmandat im Wahlkreis sei, wie bei der Podiumsdiskussion deutlich geworden sei. „Es war interessant für mich, die politischen Positionen aller Kandidaten zu erfahren. So eine Diskussionsrunde ist außerdem eine gute Möglichkeit, bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse für die Politik zu wecken“, betont Rawad Zyadeh, der vor seiner Flucht als Rechtsanwalt in einer Kanzlei in Damaskus gearbeitet hat. An seiner Mentorin Petra Rode-Bosse schätze er, dass sie sehr nah bei den Menschen sei und nicht die Distanz habe, wie das häufiger bei Politikern der Fall sei, so der 33-Jährige, der Mitglied der SPD Schleswig-Holstein ist.

Auch die heimische Bundestagsabgeordnete ist voll des Lobes über den Stipendiaten: „Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, der trotz schwieriger Lebensumstände die Dinge in die Hand nimmt und seine Chancen nutzt. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie bereichernd Migration für unsere Gesellschaft sein kann.“ Damit spielt die SPD-Politikerin auch auf das gesellschaftliche Engagement Rawad Zyadehs an: Er gehört zu den Mitbegründern des Vereins „Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V.“ und ist auch dessen Vorsitzender. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Geflüchteten aus Syrien und aus anderen Ländern bei der Integration unter der Devise „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu unterstützen. Aber auch die aufnehmende Gesellschaft habe der Verein im Blick, unterstreicht Rawad Zyadeh in bestem Deutsch. „So bieten wir beispielsweise Arabisch-Kurse für Deutsche an.“

Das Stipendium umfasst einen einmonatigen Aufenthalt in Berlin, der für 25 Stipendiaten, die alle aus arabischen Ländern stammen und fast alle dort auch leben, am 1. September begonnen hat. Zum Programm zählen Informationsveranstaltungen zur Geschichte des Parlamentarismus und zum Politischen System in Deutschland sowie zur Arbeitsweise des Bundestages. Außerdem können die Stipendiaten direkt am politischen Geschehen teilhaben. Rawad Zyadeh: „Insbesondere hat mich die sehr emotionale Abschiedsrede des Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert beeindruckt, die ich hautnah als Besucher der Plenarsitzung erlebt habe. Besonders schön war es, dass wir Stipendiatinnen und Stipendiaten ihm in einem persönlichen Gespräch dazu Fragen stellen konnten.“ Ein spannender Blick in die Praxis sei auch ein Besuch in der Wahlkampfzentrale der SPD im Willy-Brandt-Haus gewesen, wie überhaupt der Wahlkampf einen Schwerpunkt des Stipendiums darstellt: In der Woche nach dem 24. September werden das Wahlergebnis und dessen Auswirkung auf die künftige Arbeit des Bundestages ausgiebig analysiert.

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