Gespräche und Gedanken

„Der Mensch im Mittelpunkt“

Bundestagswahl: Petra Rode-Bosse tritt im Wahlkreis Höxter – Lippe II erneut für die SPD an.

„Es war schon ein Sprung ins kalte Wasser“, blickt Petra Rode-Bosse zurück. Vor knapp zwei Jahren rückte die SPD-Politikerin für Dirk Becker, der zum Bürgermeister von Oerlinghausen gewählt worden war, in den Bundestag nach. Bei der Bundestagswahl am 24. September wirft sie erneut ihren Hut in den Ring. Warum?

„Wenn man es ehrlich meint, ist es ein echter Knochenjob“, so Petra Rode-Bosse rückblickend. Der Krisenmodus habe die letzten zwei Jahre über weite Strecken das politische Geschehen in Berlin geprägt. „Brexit, Trump-Wahl, Terroranschläge, Spannungen mit Russland und mit der Türkei“, nennt sie einige Beispiele. Daneben habe sie sich in die Ausschussarbeit einarbeiten müssen. Im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz war es u.a. das Thema „gleichgeschlechtliche Ehe“, zu dem sie auch ihre erste Rede im Bundestag hielt. „Mehr Transparenz und Klarheit bei Buchungs- und Vergleichsportalen schaffen“, aus dem Bereich des Verbraucherschutzes, war Thema ihrer zweiten Rede. Im Verteidigungsausschuss, dem sie stellvertretend angehört, ging es u.a. um den Zustand der Bundeswehr. „Das war nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig“, sagt die 57-Jährige.

"Der Mensch im Mittelpunkt" heißt auch, bei den Menschen "vor Ort" sein."

Vor allem aber sei sie viel im Wahlkreis unterwegs gewesen. Viele Termine, weite Wege: „Der Wahlkreis und die Anliegen der Menschen, die hier leben, stehen für mich an erster Stelle. Ganz nach meinem Motto: Der Mensch im Mittelpunkt“, unterstreicht die Mutter von drei Kindern. Die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern seien für sie das A und O: „Nur wenn ich weiß, was sie bewegt und wo der Schuh drückt, kann ich richtige Entscheidungen in ihrem Sinne treffen.“ Hierbei habe sie erfahren: „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit – und das in vielerlei Hinsicht.“ Die Menschen wünschten sich einen stärkeren Zusammenhalt der Gesellschaft. Um daran mitzuarbeiten will sie am 24. September erneut antreten. „Gerechte Steuern, faire Renten, gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Meister oder Master, das sind Themen, die mich umtreiben.“ Gleichzeitig gelte es, so Petra Rode-Bosse, Familien zu stärken und ihnen Sicherheit zu geben. „Zum Beispiel durch Arbeitsplätze mit langfristiger Perspektive sowie durch familienfreundliche Arbeitszeiten und Betreuungsangebote.“ Gerechtigkeit heiße auch, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen den großstädtischen Ballungsräumen und dem ländlichen Raum herzustellen. „Stärken stärken, Schwächen bekämpfen“, bringt es Petra Rode-Bosse auf eine griffige Formel. Was verbindet die Sozialdemokratin damit, die in Essen aufgewachsen ist, aber seit vielen Jahren im 475-Seelen-Dorf Altenbergen lebt? Sie listet auf: „Ein gutes Versorgungsangebot - egal ob im Gesundheitswesen oder im Handel, ein leistungsfähiges Internet und gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement, das unseren Dörfern eine Seele gibt.“

Ihre politischen Vorstellungen verknüpft sie mit einem persönlichen Versprechen: „Weitere vier Jahre „knochenehrliche“ Arbeit im Sinne der Menschen zwischen Teutoburger Wald, Egge und Weser. Darauf gebe ich mein Wort.“

„Sehr schnell auf die neue Aufgabe eingestellt“

Begrüßungs-Interview der SPD-Fraktion mit Petra Rode-Bosse. Die Fragen stellte Jasmin Hihat.

 

  1. Was ging dir durch den Kopf als klar war, dass du für Dirk Becker in den Bundestag nachrückst?

Mein Nachrücken in den Deutschen Bundestag hatte ja in etwa die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch zum selben Zeitpunkt vom Blitzschlag getroffen und von einem Lotto-Gewinn ereilt wird. Es war schon sehr überraschend – aber natürlich auch eine tolle Neuigkeit. Zudem freut es mich, dass alle Personen vor mir auf der Liste aus positiven Gründen auf ihr Mandat verzichtet haben.

  1. Wie hast du dich auf deine neue Aufgabe zwischen Marienmünster und Berlin eingestellt?

Ich muss sagen: Sehr schnell. Etwas anderes blieb ja auch nicht übrig, denn ich war ja sofort mitten im Geschehen. Dank eines zügig zusammengestellten tollen Mitarbeiterteams konnten wir die Arbeit dann sofort aufnehmen.

  1. Wie ist dein Eindruck von deiner ersten Fraktionssitzung? Wie verlief das Kennenlernen mit den anderen SPD-Abgeordneten?

Meine erste Fraktionssitzung war gleich sehr vielseitig. Wichtige Themen waren die Neuregelung der Sterbehilfe und die Flüchtlingssituation. Das Kennenlernen verlief in allen Gruppen sehr nett, zudem kannte ich schon einige Kolleginnen und Kollegen.

  1. In welchem Fachausschuss bzw. welcher Arbeitsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion möchtest du gerne mitarbeiten?

Ich bin mittlerweile Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Europarecht. Darüber hinaus interessiert mich als Mitglied der Bundeswehrverwaltung seit nunmehr 37 Jahren der Bereich Verteidigung stark.

  1. Ergänze bitte den Satz: Ich bin Sozialdemokratin, weil…

Für mich der Mensch im Mittelpunkt steht und dies in meinen Augen die Werte der Sozialdemokratie im Kern widerspiegeln und zudem sehr aktuell sind. Die positive Gestaltung und Verbesserung der persönlichen Lebenssituation jedes einzelnen liegen der SPD seit über 150 Jahren am Herzen. In keiner anderen Partei findet man so stimmig Tradition und Moderne vereint.

  1. Hast Du dir schon konkrete Ziele für Deine erste Wahlperiode vorgenommen?

Natürlich will ich meinen Wahlkreis gut in Berlin repräsentieren und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger transportieren. Neben dem Bereich Verteidigung werde ich mich in meiner AG im Bereich Recht und Verbraucherschutz und hier mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen engagieren, weil es sich aus meiner früheren Tätigkeit als Therapeutin für Psychotherapie anbietet. Allerdings kann ich auch nach dieser kurzen Zeit in dem neuen, anspruchsvollen hochinteressanten Berufsumfeld einen Wunsch mit dem Titel eines bekannten Songs formulieren: Gekommen, um zu bleiben. ;-) (von der Band „Wir sind Helden“)

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